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Rhacodactylus ciliatus / Kronengecko


Kronengeckos (Rhacodactylus ciliatus) kommen ursprünglich aus Neukaledonien und den vorgelagerten Inseln. Sie galten bis zu ihrer Wiederentdeckung im Jahre 1994 als ausgestorben.
Seither werden sie jedoch häufig nachgezüchtet, sodass sie in Amerika und Europa schon sehr stark in den Terrarien vertreten sind.

Herkunft des Kronengeckos


Vorkommen und Beschreibung

Süden Neukaledoniens und auf der Île des Pins
Feuchtheisser Tieflandregenwald, bewohnen das Blätterdach


Beschreibung:

Auffallend beim Kronengecko ist seine Krone, die aus 2 Reihen Stachelschuppen besteht, die sich hinter den Augen über den Kopf und den gesamten Rücken bis zum Schwanzansatz ziehen.
Dies verleiht ihm das Aussehen eines freundlichen und liebeswürdigen kleinen Drachens.
Kronengeckos kommen mittlerweilen in vielen veschiedenen Farben (braun, grau, hellbraun, oliv, rot, orange, etc. ) und Variaten (patternless, fire, dalmatiner, harlequin, striped, peppered, chevron back, brindle, tiger, etc.) vor.

Geschlechtsunterschiede:

Die Männchen sind oftmals dunkler gefärbt als die Weibchen und erreichen eine
größere Gesamtlänge.
Am sichersten sind die Männchen an den deutlich erkennbaren
Hemipenistaschen zu identifizieren.


Beschreibung:

Kronengeckos erreichen eine Gesamtlänge von bis zu 22cm, vom Kopf bis zum Schwanzende,
wovon ca. 11 – 13cm auf die Kopfrumpflänge fallen.
Ausgewachsene Tiere wiegen zwischen 30 und 45 Gramm.
Die auffälligsten Merkmale dieser Geckoart sind sicherlich die verlängerten Schuppenreihen links und rechts, seitlich entlang des Kopfes, ja teilweise sogar bis zum Schwanzansatz.
Diese können bis zu mehreren Millimetern lang werden.
Weiters verfügt dieser dämmerungs- bzw. nachtaktive Gecko über einen breiten, deutlich vom Körper abgesetzten Kopf und einen an der Spitze abgeflachten Schwanz, welcher an dieser Stelle mit Haftlamellen versehen ist.
Eine weitere Besonderheit des Schwanzes ist, dass er wie bei den meisten Geckoarten abgeworfen werden kann, jedoch bis auf einen „Stummel“ nicht mehr nachwächst.
Daher sollte man die Tiere nie am Schwanz festhalten.

Lebensweise:

Der Neukaledonische Kronengecko (Rhacodactylus ciliatus), gehört zu der Familie der Doppelfingergeckos und wurde nur am südlichen Ende der Insel Neukaledonien gefunden.
Diese
Art galt bis 1994 verschollen, wurde aber von einem Team von Biologen wiederentdeckt.
Die Kronengeckos wurden als erstes von Guichenot 1866 beschrieben.
Kronengeckos sind
arboricole Arten und sind im Blätterdach des Neukaledonischen Regenwaldes zu Hause.
R. ciliatus ist nicht in der Lage seinen Schwanz nach Verlust neu zu generieren.
Der Verlust des Schwanzes ist aber für die Tiere nicht von Bedeutung, da wildgefangene Exemplare auch alle ohne Schwanz gefunden wurden.

Heimchen

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Nahrung:

Gefüttert wird bei erwachsenen Tieren mindestens 3 mal pro Woche.
Mögliches Futter: Schaben, Heimchen, Grillen, Wachsmaden, kleine Heuschrecken, oder Fruchtbrei welcher ohne Zuckerzusatz sein sollte.
Beim Fruchtbrei bieten sich Papaya, Birne, Apfel, Banane, Mango oder ähnliche süße Früchte an, Zitrusfrüchte werden in der Regel nicht gern gefressen.
Bei Futtertieren ist darauf zu achten, dass die Länge des Futtertieres nicht viel länger sein sollte, als die Breite des Geckokopfes. Kronengeckos sind nicht für ihre große Beißkraft berühmt und können mit zu großen Futtertieren Probleme bekommen, im schlimmsten Fall sogar daran ersticken.
Zu kleine Futtertiere sind allerdings auch nicht zu empfehlen.

Selbstverständlich sollten alle Futtergaben vorher mit Mineral- und
Vitaminzugaben aufgewertet werden (z.B.: Reptivit, etc)
Trinkwasser, welches permanent zur Verfügung steht.

Diverse Terrarien

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Terrarium:

Ein Terrarium 60 x 50 x 80 cm (LxBxH) reicht für eine Gruppe Kronengeckos 1,3 (ein Männchen und drei Weibchen) aus.
Dabei können die Seitenwände und die Rückwand mit Kork verkleidet werden, um die Lauffläche zu vergrößern.
Als Bodengrund eignet sich Blumenerde, in die man direkt einige lebende Pflanzen (als Sichtschutz und zur Erhöhung der Luftfeuchtigkeit) pflanzen kann.
Als weitere Einrichtung dienen Korkenzieherweidenäste (zum Klettern) und ein Wassernapf.
Die Luftfeuchtigkeit sollte über 70% liegen.
Daher muss ein- bis zweimal pro Tag gesprüht werden.
Als Beleuchtung reichen Leuchtstoffröhren aus.
Zusätzlich müssen Spotts für die lokale Erwärmung installiert werden.

Zur nächtlichen Beobachtung empfiehlt sich die Installation einer roten Glühbirne über dem Terrarium, die NUR zum Beobachten eingeschaltet wird.

Inkubator Bruja 400

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Zucht:

Weibchen sollten erst mit einem adulten Männchen zusammengebracht werden, wenn sie ein Gewicht von mindestens 32 Gramm, besser 35 Gramm erreicht haben.
Zu junge und schwache Weibchen können bei einer allzu frühen Paarung mit anschließender regelmäßiger Eiablage Schaden nehmen.
Zunächst sollte gesagt werden, dass bei Kronengeckos nie mehrere Männchen im gleichen Terrarium oder in Terrarien mit Sichtverbindung gehalten werden sollten.

Ebenfalls nicht zu empfehlen ist eine dauerhafte Haltung von 1,1 (ein Männchen mit einem Weibchen), hierbei würde das Weibchen permanent bedrängt werden, was wiederum Stress und mögliche Mangelerscheinungen durch permanente Trächtigkeit bedeuten kann.
Bei Gruppen von 1,2 oder 1,3 kann eine permanente Vergesellschaftung klappen, muss aber nicht.
Weibchen von R. ciliatus sind in der Regel ca. 4 Wochen trächtig, dann erfolgt die Ablage von 2 Eiern.
Hierfür sollte man einen Eiablagebehälter mit leicht angefeuchtetem Substrat (z.B. Erde, Moos) rechtzeitig zur Verfügung stellen.
Es kann aber auch sein, dass die Weibchen ihre Eier im Bodengrund des Terrariums oder in den Pflanzentöpfen vergraben.

Die Eier sollten sobald man sie findet in einen Inkubator überführt werden, wobei sie möglichst nicht gedreht werden sollten, da dies zum Absterben des Embryos führen kann.
Im Inkubator werden die Eier dann bei 24 – 30°C gezeitigt und die Jungtiere schlüpfen je nach Temperatur nach 60 – 80 Tagen.
Zu hohe und zu niedrige Temperaturen können zu einer verminderten Schlupfrate führen.
Nach dem Schlupf sollten die Geckos noch einen halben Tag im Inkubator verbleiben, und danach in aufzuchtgerechte (der Größe der Tiere angepasste) Behältnisse überführt werden.
Bei den kleinen sollte man stets auf die richtige Luftfeuchtigkeit achten.
Bei zu geringer LF kann es zu Häutungsproblemen kommen und Zehen können zusammenwachsen oder die Tiere sterben wenn sie unter mehreren Schichten Haut gefangen sind.
Auch auf die richtige Ernährung ist während der Wachstumsphase besonders genau zu achten. Jungtieren sollte 5 - 6 mal pro Woche Nahrung angeboten werden.

Die Eier sofort in leicht feuchtes Vermiculit überführen.

Baby

Inkubation:

Die Eier sind nicht miteinander verklebt.
Die Eier werden in einem Inkubator auf feuchtem Perlite inkubiert.
Die Bruttemperatur sollte 20-28 Grad betragen, wobei die Zeitigungsdauer dann 60-121 Tage beträgt.
Bei einer Bruttemperatur von 27 Grad schlüpfen die Jungtiere nach 58-70 Tagen und es werden ausschließlich weibliche Tiere erbrütet.
Während einer Legeperiode produziert das Weibchen 4-6 Gelege.