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Dornschwanzagamen, (Uromastyx),

Porträt einer Dornschwanzagame

Merkmale



Dornschwanzagamen sind im Vergleich zu anderen Agamen relativ groß und plump mit einem von oben abgeplattet wirkenden Körper.
Die Beine sind kurz und kräftig.
Der Kopf mit senkrechtem Ohrspalt ist klein und erinnert an die Köpfe von Landschildkröten.
Der kurze, dicke Schwanz ist dicht mit kräftigen Stachelschuppen besetzt.
Je nach Sonneneinstrahlung (siehe Kapitel zur Anpassung an die aride Umgebung) sind sie dunkel, braun-grau oder leuchtend gelb, orange und grün gefärbt.
Der Ägyptische Dornschwanz ist mit bis zu 75 cm Länge und einem Gewicht von 1,5 kg der mit Abstand größte Vertreter der Gattung.
Alle anderen Arten sind zwischen 25 und 50 cm groß.
Erwachsene Männchen sind deutlich größer und besitzen einen größeren Kopf mit spitzerer Schnauze.
Auch in der Färbung bestehen Unterschiede zwischen den Geschlechtern:
Die Männchen sind kontrastreicher und zum Teil auch anders gefärbt als die Weibchen.

Vorkommen

Dornschwanz-Agamen bewohnen ausschließlich aride Gebiete, genauer Halbwüsten, aber auch die spärlich mit Pflanzen bestandenen Vegetationspunkte in der Vollwüste.
Das Gesamtverbreitungsgebiet der Dornschwanzagamen reicht von Westafrika bis Westindien.

Verbreitungsgebiet von Uromstyx

Lebensweise und Verhalten

Dornschwanzagamen sind ausschließlich tagaktiv und verbergen sich nachts, in der größten Mittagshitze und bei Störungen unter Steinplatten und in Höhlen.
Arten, die in Gebieten leben, in denen die Temperaturen im Winter bis auf 0° C absinken können, ziehen sich zu einer Winterruhe von wenigen Wochen bis mehreren Monaten in tiefe Höhlen zurück.
Dornschwanz-Agamen sind reine Pflanzenfresser, allenfalls die Jungtiere ernähren sich auch von Insekten.
Da Dornschwanz-Agamen kaum natürliche Feinde haben, sind sie auch dem Menschen relativ schnell zutraulich.
Verharrt man still oder bewegt sich nur langsam, kommen sie sogar in freier Wildbahn so nahe, dass man sie füttern kann.
Trotzdem sind sie durch zu viel Bewegung und zu hohen Besatz in Terrarien etwa schnell gestresst, da ihr natürlicher Lebensraum sehr dünn besiedelt ist und es kaum zu Begegnungen mit Artgenossen und anderen Wüstenbewohnern kommt.

Dornschwanzagamen sind mit drei bis vier Jahren geschlechtsreif. Das Männchen zeigt durch sein Imponierverhalten seine Paarungsbereitschaft an.
Dabei läuft es kopfnickend um das Weibchen herum und sondert eine weißliche Flüssigkeiten ab.
Ist das Weibchen trächtig, wird es aggressiver.
Vier bis sechs Wochen nach der Paarung legen sie dann bis zu 25 Eier, das sie mit Erde zuscharren und wochenlang verteidigen.
Die Jungen schlüpfen nach ca. 90 bis 100 Tagen.